Studie kartiert mögliche molekulare Zusammenhänge zwischen Bisphenol A und Depression
Forschende nutzten Datenbanken, Simulationen und Experimente an Mäusen, um die Zielstrukturen und Signalwege zu untersuchen, über die die Chemikalie BPA zu Depressionen beitragen könnte.
KI-IllustrationForschende haben Computermodellierung, Genexpressionsdaten und Tests an Mäusen kombiniert, um die molekularen Wege zu finden, über die Bisphenol A (BPA) mit Depression in Verbindung stehen könnte.
Das Team beschreibt BPA als weit verbreiteten endokrinen Disruptor in der Umwelt. Den Forschenden zufolge kann die Chemikalie die Blut-Hirn-Schranke überwinden und neurotoxische Wirkungen entfalten, die eng mit der Entstehung von Depressionen zusammenhängen. Sie fügen hinzu, dass die genauen molekularen Zielstrukturen und Signalwege hinter der BPA-induzierten Depression noch kaum verstanden sind.
Um diese Lücke zu schließen, entnahm die Studie mögliche BPA-Zielstrukturen den Datenbanken ChEMBL, STITCH und SwissTargetPrediction sowie mit Depression assoziierte Zielstrukturen aus GeneCards, OMIM und TTD. Die in beiden Mengen gemeinsamen Zielstrukturen wurden zum Aufbau eines PPI-Netzwerks verwendet und durch GO- und KEGG-Anreicherungsanalysen geleitet.
Anschließend nutzten die Forschenden Molekular-Docking und 100-ns-Molekulardynamiksimulationen, um zu prüfen, wie stark und wie stabil BPA an die zentralen Hub-Zielstrukturen bindet. Die Arbeit stützte sich zudem auf einen transkriptomischen GEO-Datensatz und auf In-vivo-Validierungsexperimente an Mäusen.
Insgesamt berichtet das Team von 29 überlappenden Zielstrukturen zwischen BPA und Depression.