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Lagarde tritt vorzeitig als EZB-Präsidentin zurück, Leitzinsen bleiben unverändert

Die Europäische Zentralbank hat bekannt gegeben, dass Präsidentin Christine Lagarde rund neun Monate vor Ablauf ihrer Amtszeit vorzeitig ausscheidet – am selben Tag, an dem der EZB-Rat die Zinssätze unverändert ließ.

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Christine Lagarde wird rund neun Monate vor Ablauf ihrer Amtszeit vorzeitig als Präsidentin der Europäischen Zentralbank zurücktreten, wie die EZB am Donnerstag, dem 29. Oktober, mitteilte. Am selben Tag beschloss der EZB-Rat, die drei Leitzinssätze der EZB unverändert zu lassen.

Berichten zufolge ist ihr Ausscheiden für den 7. Februar 2027 vorgesehen; die Amtszeit, die sie vorzeitig beendet, soll acht Jahre betragen haben. Laut Berichten sagte Lagarde, sie wolle frei sein, um sich Themen außerhalb der Geldpolitik zu widmen. Auf der Pressekonferenz bat sie darum, Fragen zu ihrer Person bis zum Schluss aufzuheben, da die Geldpolitik das eigentliche Thema sei.

Die EZB erklärte, die Energiepreise seien weiter gestiegen, was Aufwärtsrisiken für die Inflationsaussichten und Abwärtsrisiken für die Wachstumsaussichten mit sich bringe. Die Inflation stieg von 3,2 Prozent im August auf 3,8 Prozent im September, wobei die Teuerung bei Energie von 14,3 Prozent auf 18,9 Prozent zunahm. Die Inflation ohne Energie erhöhte sich von 2,1 Prozent auf 2,3 Prozent. Die Notenbank erklärte, das größere Ausmaß und die längere Dauer des Energieschocks sowie seine indirekten Effekte und Zweitrundeneffekte dürften die Inflation in die Höhe treiben und das Wachstum dämpfen, während die zugrunde liegende Inflation bislang weitgehend stabil geblieben sei und die Löhne derzeit keine nennenswerte Reaktion zeigten.

Die Finanzierungsbedingungen haben sich seit der vorangegangenen Sitzung verschärft, was nach Einschätzung der EZB Inflation und Wachstum voraussichtlich belasten wird. Die Zinsen sind auf breiter Front gestiegen, und die Aktienkurse sind gefallen. Die Zinssätze wurden Berichten zufolge bei 2,5% belassen.

Der EZB-Rat erklärte, er werde einen datengestützten Ansatz verfolgen und von Sitzung zu Sitzung entscheiden, ohne sich vorab auf einen bestimmten Zinspfad festzulegen. Er sieht Abwärtsrisiken für das Wachstum und Aufwärtsrisiken für die Inflation und verweist dabei insbesondere auf den Nahostkonflikt und die jüngsten Entwicklungen in Russlands Krieg gegen die Ukraine. Auf die Frage nach einer möglichen Zinserhöhung im Dezember sagte Lagarde, die EZB achte ganz besonders auf Zweitrundeneffekte, sehe derzeit aber kein Risiko solcher Effekte über das hinaus, was in den September-Projektionen bereits berücksichtigt sei.

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